Strickyoga

Stricken- ist es das neue Yoga?

Überall wo man schaut, gibt es immer wieder den Hinweis darauf, dass Stricken das neue Yoga wäre. Wenn ich versuche mich zu erinnern, wird in passenden Artikeln immer darüber berichtet, dass man sich beim Stricken am besten entspannen könnte, weil man sich auf das Muster und auf das Maschenzählen konzentriert und nicht etwa auf die Alltagssorgen. Bei mir entsteht aber manchmal auch Stress, denn ich stricke ja neben der Arbeit und möchte trotzdem meine Strickanleitungen fertig stellen. Früher habe ich immer neben der Arbeit noch gestrickt, jetzt verschiebe ich es nur noch auf das Wochenende. Es ist halt nicht mit einem Hobby zu vergleichen, es ist mein Beruf.

Aber es stimmt, wenn ich mich auf die Strickanleitung konzentriere, die ich schreibe, habe ich nichts anderes im Kopf. Ich mag dann auch nicht gerne gestört werden und zähle zu den StrickerInnen, die eher denkt, noch eben eine Reihe, dann mache ich was anderes. Am Samstag leidet mein Tag immens darunter. Ich fange schon am frühen Morgen an zu stricken und oft geht es bis in die Nacht. Wenn die Kinder, mein Sohn hat fast immer Besuch, etwas wollen, sag ich immer „Ich komme gleich“, weil ich die Nadeln nicht aus der Hand legen möchte. Ich schaue dabei Fernsehen und stelle oft fest, dass ich da so manches gar nicht mitbekomme. Und wenn mein Telefon schellt, mag ich manchmal gar nicht dran gehen, werde sogar beim Telefonat mit Freunden etwas ungeduldig, weil ich wieder an die Nadeln will. Meine Wohnung mache ich in Etappen, denn die Nadeln dürfen ja nicht vernachlässigt werden. So kann der Hausputz auch schon mal bis zum Abend dauern. Aber einige von euch, werden dies bestimmt kennen. Man weiß gar nicht, was man zuerst machen soll.

Also ja, das Stricken ist entspannend, der Alltagsstress kann vergessen werden. Ich liebe es zu sehen, wie das Strickstück wächst und das man wieder etwas erschaffen hat. Meine Besucher und die Kids frage mich immer, was ich auf den Nadeln habe, auch das finde ich toll, weil es wahres Interesse an meiner Hobbyarbeit (Arbeit und Hobby) zeigt. Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer, wo ich strickend in der Sonne liege. Das klappt dann auch nach der Arbeit gut, weil ich da bewusst faulenze und die Sonne genießen kann.

 

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