NaRoKnit suchte ein passendes Rundstricknadel-System

 

Ich habe viele Jahre, und ich meine wirklich viele Jahre, mit den billigstens der preiswerten Stricknadeln gestrickt und war eigentlich auch meist zufrieden. Wenn einmal nicht, war das ja nicht  schlimm, ich hatte ja nicht viel Geld ausgegeben.

Wenn dann aber das Stricken zur gewerblichen Tätigkeit wird und Frau auch mal mehr an den Komfort beim Stricken denkt, müssen Änderungen her.Ich hatte mir daher von KnitPro 2-3 Nadelstärken aus der Serie Symfonie mit zwei verschiedenen Seilen bestellt und wollte mal schauen wie sich das so strickt.

Zu Beginn war ich absolut begeistert. Die Nadeln lagen so schön in der Hand und das Stricken kam  mir viel flüssiger vor. Das war aber nur zu Beginn so.  Ich lebe in einer sehr warmen Gegend, denn ich lebe auf Kreta und da hat man im Sommer meist  warme „schwitzige“ Hände. Es war da schon schwierig mit dem kleinen Haken die Seile an den  Nadeln festzuziehen, denn die festgehaltene Nadel drehte sich mit. Das führte dann dazu, dass sich  das Seil beim Stricken von den Nadeln löste und das Garn eingeklemmt wurde und die Gefahr  bestand, dass sich das Seil ablöst. Alle 3-4 Runden bei 300 M auf den Nadeln musste ich also das  Seil festziehen bzw. festschrauben.  Das andere Problem was sich für mich ergab war der Übergang an den Nadeln vom Metall zum  Holz.

 


Wenn ich keine Sockenwolle verstricke dann stricke ich überwiegend mit gefachten Garnen. Das  heißt, es liegen die einzelnen Garnfäden nebeneinander und sind nicht miteinander verzwirnt. Diese  einzelnen Fäden sind sehr dünn und es sind mir die Maschen am Übergang von Metall zu Holz sehr  häufig hängen geblieben bzw. konnte ich die Maschen und das Gestrick nicht flüssig auf den  Nadeln schieben. Das, zusammen mit dem sich öfters öffnenden Seil hat meine anfängliche  Begeisterung dann doch sehr getrübt.

Es waren mir eindeutig zu viele Übergänge/Absätze an den Nadeln – einer vom Seil zur Nadel,  einer an der Schrauverbindung und dann noch einer von Metall zu Holz (siehe Foto).  Also ging die Suche nach den für mich und meine Bedürfnisse geeigneten Nadeln weiter.  Ich habe dann in der Facebook-Gruppe CraSy Wolloholiker von Sylvie Rasch einmal die vielen  dortigen Strickerinnen und Stricker gefragt, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche  Nadelsysteme sie nutzen. So kam es, dass Dominik von JaWolle dies dort las und mir ganz spontan ein Seil und eine Nadelpaar aus dem Nadelsystem „Slick“ von Pony zum Testen schenkte. Vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle.
Das war alles schon im November, ich hab das Geschenk dann Anfang Januar von meinem Berlin- Urlaub mit nach Kreta genommen. Naja wie das dann aber immer so ist, Strickerinnen werden mich verstehen, immer wieder muss  noch ein anderes Projekt fertig gemacht werden. Der Teststrick mit den Nadeln von Pony Slick (ab  jetzt kurz Slick genannt) zog sich daher leider etwas hin. Mittlerweile habe ich aber 2 Tücher mit gefachtem Garn fertig und dabei knapp 1500 m Garn  verstrickt.
Die Slick haben ein ganz besonderes Verbindungssystem. Die Nadeln bestehen aus Aluminium und  habe eine lange Nadelspitze.  Das war am Anfang eine leichte Umgewöhnung für mich, hat sich aber bei den gefachten Garnen  bewährt.

 

Die Nadeln werden auf das Seil aufgeschraubt. An dieser Schraubverbindung ist am Seil bzw. im  Seil wie eine kleine Kugel eingefügt, so dass sich das Plastikseil an dieser Stelle verbreitert und sich  eine glatte übergangslose Verbindung von Seil und Nadeln ergibt.

 


Das Seil hat sich nicht ein einziges Mal gelockert und es blieb nicht ein einziges Mal eine Masche irgendwo hängen, so dass ich mit diesen Nadeln sehr flüssig stricken konnte.  Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, dass das Seil dicker ist (im Vergleich zum Seil bei KnitPro)  und sich daher auch nicht so leicht „entbiegen“ lässt. Wer lieber ganz glatte ungebogene Seile  bevorzugt, kann diese kurz unter heißem Wasser glatt ziehen.

Mein Fazit

Ich habe mich für das Nadelsystem Slick von Pony entschieden. Es ist gestern hier auf Kreta eingetroffen und ich freue mich schon auf meine neuen Strickprojekte. Ein neues sommerliches  Tuch ist bereits angestrickt und für eine neue Anleitung von NaRoKnit auch alles ordentlich mitgeschrieben 🙂

 
Zum Abschluss möchte ich unbedingt anmerken, dass viele andere Stricker/innen sicherlich auch  andere Erfahrungen gemacht haben. Dieser Vergleich hier ist mein ganz persönlicher und ein Ergebnis meiner Anforderungen im Hinblick auf die von mir verarbeiteten Materialien.

 
Ihr Lieben, jetzt aber wieder ran an die Nadeln 🙂
Eure Nadine

 

Ein Gastbeitrag der lieben Nadine, vielen lieben Dank

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